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Türkeireise im Februar 2008

Am 4. Februar flogen G. und ich von Stuttgart nach Antalya, Flugzeit: ca. 2 Stunden, 50 Minuten. Mit einem Bus wurden wir in das Hotel Riva Donna nach Belek gebracht. Das Hotel hat fünf Sterne, tolle Zimmer, super Essen, schöne Hotelanlage mit eigenem Strand, liegt direkt am Meer (wir hatten Halbpension, bei den Ausflügen war meistens ein Mittagessen auch noch dabei).
Am 5. Februar fuhren wir mit dem Bus in ein türkisches Dorf, tranken dort türkischen Schwarztee (Chai).
Am 6. Februar fuhren wir mit dem Bus nach Pamukkale. Dort gibt es Kalksinterterrassen, ein Naturwunder. Beschreiben kann man die Kalksinterterrassen schlecht, man muss sie sehen. Bevor wir dorthin kamen, gingen wir durch den über über 1.500 Jahre alten Friedhof
Hierapolis, da gibt es viele alte Sarkophage, aber auch Säulen – alles aus Stein, da war also auch mal eine Stadt.
Wir übernachteten in Pamukkale in einem Thermalhotel, der Standard war aber längst nicht so gut wie in dem Hotel Riva Donna. Das Hotel in Pamukkale ist irgendwie veraltet, die Zimmer waren renovierungsbedürftig, bei manchem kam im Bad eine braune Brühe aus den
Wasserhähnen etc.
Am 7. Februar fuhren wir wieder von Pamukkale weg. Auf dem Weg zurück ins Riva Donna Hotel mussten wir unbedingt an einer Teppichknüpferei Halt machen. Mein Mann und ich wollten keinen Teppich kaufen und langweilten uns. In der Türkei will einem jeder was verkaufen, es ist teilweise wirklich lästig.
Nachdem einige Leute unserer Gruppe sich einen Teppich gekauft hatten und wir zu Mittag gegessen hatten, fuhren wir zurück ins Hotel Riva Donna - mit einigen Pausen an türkischen Läden/Raststätten, wo man kurz auf die Toilette gehen konnte und danach was kaufen oder was trinken.
Am 8. Februar besichtigten wir Antalya. Bevor wir dahin kamen, mussten wir unbedingt in eine Schmuckfabrik, später in eine Lederfabrik. Ja, erraten. Auch dort wollte man uns was verkaufen. In der Schmuckfabrik war ich vor vier Jahren schon mit meiner Schwester S. gewesen.
Also, ich hatte echt keine Lust, mir Schmuck zu kaufen - auch wollte ich kein Lederteil zu 1.200 Euro haben, es war auch schade, dass wir wegen dieser Verkaufsveranstaltungen keine Zeit hatten, die Wasserfälle von Antalya zu besuchen (die habe ich vor vier Jahren gesehen). Wir machten eine Bootsfahrt, sie war schön, bummelten durch die Altstadt, aßen mittags in einem guten Fischlokal.

Am 9. Februar besichtigen wir Alanya. Dort leben unterdessen übrigens 100.000 Deutsche, und sie sollen jetzt ihren eigenen Friedhof bekommen. Drei Kirchen haben sie schon. In der Türkei sieht man ja viele Moscheen, Kirchen sind selten, wir haben keine gesehen, auch nicht in Alanya.
In Alanya fuhren wir auf die Festung, gingen zum Kleopatra-Strand und in eine Tropfsteinhöhle, später genossen wir ein Mittagessen (wobei es in diesem Lokal zuging wie während einer Massenabfertigung - überall saßen Reisegruppen und hatten dasselbe Essen, entweder Fisch oder Hühnchen).

Am 10. Februar blieben G. und ich im Hotel - einige Reiseteilnehmer fuhren nach Manavgat und machten dort eine Bootsfahrt. Dafür hätten wir aber noch jeder 45 Euro zahlen müssen, das wollten wir nicht, außerdem habe ich diese Bootsfahrt vor vier Jahren schon gemacht und dachte: einmal reicht. Wir gingen in Belek spazieren, spazierten durch die Hotelanlage, spazierten über den Strand, setzten uns auch mal an den Pool und dösten oder lasen.

Am 11. Februar standen wir um 2:15 Uhr Ortszeit (1.15 Uhr deutscher Zeit) auf, aßen kurz etwas und wurden dann wieder mit dem Bus nach Antalya zum Flughafen gebracht. Um 5:45 Uhr türkischer Zeit (4:45 Uhr deutscher Zeit) flogen wir ab nach Stuttgart, dort kamen wir gegen 8:00 Uhr deutscher Zeit an. Bis wir dann durch die Passkontrolle waren, unser Gepäck hatten, endlich mit dem Zug fahren konnten, verging auch wieder viel Zeit. Gegen 10:30 Uhr waren wir am Bahnhof in unserem Wohnort und recht müde. Unser Sohn, kam gegen 14:30 Uhr aus der Schule, dort war er ja auch 10 Tage in Kurzzeitpflege gewesen. Wie es in der Kurzzeitpflege lief, wissen wir nicht, man hat uns darüber keinen Bericht gegeben.

Das Wetter in der Türkei war übrigens immer sonnig und frühlingshaft - ca. 15 bis 17 Grad bei Tag, sehr angenehm. Die Kältewelle in der Türkei kam erst, als wir schon wieder in Deutschland waren.



9.4.08 00:30


In Deutschland vergessen, aber in Australien ein Held

Ludwig Leichhardt

In Deutschland kennt ihn fast niemand mehr. Ludwig Leichhardt, der deutsche Australienforscher, der nur 35 Jahre alt wurde.

In Australien dagegen ist er unvergessen. Er gilt als „Humboldt Australiens“. Tiere Pflanzen und geographische Objekte tragen seinen Namen. So gibt es beispielsweise einen Stadtteil in Sydney, der „Leichhardt“ heißt, es gibt einen „Leichhardt River“, den Mount Leichhardt, die Gebirgskette Leichhardt Range, ein Leichhardts Hasenkänguru.

Leichhardt wurde 1813 in Sabrodt, in Ostdeutschland geboren. Nach dem Abitur in Cottbus studierte er zuerst Philologie, Geografie von Europa, Anthropologie und Sternkunde in Berlin, anschließend Naturwissenschaften in Göttingen. Einen Abschluss machte er nie – vielleicht hatte ihn schon damals die Abenteuerlust gepackt.

Im Harz während einer Exkursion unter der Leitung eines Göttinger Geologiedozenten schnupperte er Abenteuerluft, er wollte in der Natur arbeiten, neue Gebiete, Tiere und Pflanzen entdecken. Auf einmal konnte ihm alles nicht schnell genug gehen, 1837 brach er sein Studium ohne Abschluss ab und begab sich auf Forschungsreisen nach Frankreich, Italien und durch die Alpen. Er studierte die Pflanzen- und Tierwelt.

1841 wanderte er nach Australien aus. Dieser Kontinent war damals noch relativ unerforscht. Leichhardt hielt sich zwischen 1842 und 1844 meistens in dem bereits spärlich besiedelten Gebiet zwischen Sydney und Brisbane auf und sammelte geologische, botanische und zoologische Informationen und Belege.

Am 1. Oktober 1844 begann Leichhardt, von Jimbour (bei Brisbane in Queensland) aus seine erste Expedition. Ihn begleiteten einige Australier und einige Aborigines. Sie marschierten durch unberührte Natur, Wüste, Dschungel und Dickicht. Er und seine Truppe litten Hunger und Durst – sie sahen paradiesische Gegenden, Flüsse, Regenwälder. Sie drangen ein in Geheimnisse, die die Zivilisation bis dahin noch nicht entdeckt hatte. Sie begegneten Kängurus, Wobats, Dingos und Koalas – sie atmeten reine Luft, ertrugen aber auch Hitze und mussten mit dem Nötigsten auskommen.

14 Monaten dauerte diese Exkursion. Sie verlief über 4.800 Kilometer nach Port Essington an der nördlichsten Spitze Australiens. Leichhardt traf am am 17. Dezember 1945 mit sechs Begleitern dort ein.

Es ist nicht bekannt, ob alle Teilnehmer dieser ersten Entdeckungstour durch Australien gesund zurückkamen. Auf jeden Fall sorgte Leichhardt durch seine Reise in Australien für eine Sensation und wurde euphorisch gefeiert.

Aber Leichhardt ruhte sich nicht aus. Ihn lockte die Angst vor dem Unbekannten. Er wollte den Kampf gegen Gefahren – Insekten, wilde Tiere und Aborigine-Stämme – aufnehmen. Alles im Dienste der Wissenschaft. Der Wissenschaft, der gegenüber er sich verpflichtet fühlte, neue Tier- und Pflanzenarten zu entdecken. Und so plante er eine neue Reise.

Leichhardts zweite Expedition, eine geplante Durchquerung des Kontinents von Ost nach West, begann im Dezember 1846 und endete nach fünf Monaten mit einem Misserfolg. Deswegen musste er seine Reise abbrechen. Am 5. April 1848 brach er von der Viehstation McPherson erneut auf, um dieses Ziel zu erreichen. Seitdem fehlt von ihm und seiner Gruppe jede Spur. Am 4. April 1848 hörte man zuletzt etwas von ihm und von seiner Truppe. Seitdem gilt er als verschollen.

Natürlich machten sich Suchtrupps auf, um Leichhardt und seine Leute zu finden. Sie durchkämmten Wälder, kletterten über Felsen, sie pilgerten durch Wüsten und durch Dickicht. Jedoch fanden sie keine Spur der Vermissten und auch nie deren Leichen.

Bis heute ist ungeklärt, was mit Leichhardt und seinen Begleitern passierte. Verhungerten und verdursteten sie in der Wüste, und wurden ihre Leichen vom Sand begraben? Trafen sie auf Aborigine-Stämme, die sie töteten? Verschwanden sie in Höhlen, die bisher unentdeckt blieben?

Niemand weiß die Antwort. Australien ist unterdessen zum hochentwickelten Land geworden, und Leichhardt ist einer seiner historischen Helden. In Deutschland pflegt ein kleiner naturwissenschaftlicher Verein in der Niederlausitz sein Gedenken, in Australien kennt ihn ein ganzer Kontinent.


10.4.08 20:22





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